Eine Unterschrift für die Schaffung eines zweiten Tagebaues in Welzow-Süd ist gleichbedeutend mit einer Zustimmung
für das Ausbluten der Lausitz. Und wieder geht es einen Schritt zurück. Kein Wunder, daß wir dem Klimawandel so Tür und Tor öffnen.  Ich erinnere nur an den vielen Schnee bis Anfang April und den Hagel in Tischtennisballgröße am 20.06.2013 hier bei uns. So etwas wird es nun immer öfter geben.  Ich möchte damit sagen, wir Menschen brauchen diese Erde, die Erde braucht uns aber nicht. Also gehen wir achtsam mit ihr um.

Denn wie kann es sein, daß Bürger, die weit ab vom Tagebaugeschehen leben, über Diejenigen bestimmen wollen, die
direkt, und seit Jahrzehnten schon, an der Tagebaukante leben. So etwas ist doch eine Anmaßung. Vielleicht sollten Sie alle einmal auch darüber nachdenken. Denn was des Einen sein Ul ist des Anderen sein Nachtigall. Ziehen Sie doch, wenn Sie Tagebau so schön finden nach Welzow. Damit helfen Sie auf jeden Fall unsere Infrastruktur zu verbessern. Aber einmal Tagebau bedeutet für immer Tagebau. Selbst wenn dieser dann nach zig Jahrens ausgekohlt ist, kann  diese aufgefüllte Fläche auch 100 Jahre danach weder bebaut noch bearbeitet werden. Es kann sich auf ihr keine Industrie ansiedeln noch kann Landwirtschaft betrieben werden. Das gilt es alles zu bedenken bevor Sie Ihre Unterschrift für eine Zerstörung der jetzt noch vorhandenen Natur geben.

 

Der Leserbrief in der LR wurde hier veröffentlicht

Artikel: "Unterschriften für und gegen Tagebau Welzow II - Bündnis "Kein weiteres Dorf" und Verein "Pro Lausitzer Braunkohle" werben parellel um Unterstützer"