Die Ergebnisse einer Messung von Lärm durch den Braunkohle-Tagebau wurden letzten Donnerstag in Welzow unter Ausschluss der Öffentlichkeit präsentiert. Die Bürgerinitiative "Vermutete Bergschäden" kritisierte das Vorgehen der Stadt als "absolut intransparent".  Nach massiven Protesten wegen der ansteigenden Lärmbelastung stellte im Herbst 2013 der Braunkohle-Konzern Vattenfall der Stadt Welzow einen Überwachungswagen für Lärmmessungen zur Verfügung. Im Rahmen einer einmonatigen Messung sollte insbesondere der nächtliche Lärm durch die Tagebauanlagen untersucht werden. Deren Ergebnisse wurde gestern im Welzower Rathaus bekannt gegeben.  Unter Führung der Welzower Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD) wurde eigens eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit dem Problem der Lärmbelastung befasst. Seit 2013 änderten die Förderanlagen zum Abbau der Braunkohle - wenige Meter neben der Stadt - ihre Positionen und verursachen bei Ostwind-Wetterlagen unerträgliche Lärmbelastung.

Welzow-5509Die Wählervereinigung "Grüne Zukunft Welzow" nahm einen ersten Meilenstein auf dem Weg zur Stadtverordnetenwahl am 25. Mai in Welzow. Hannelore Wodtke, Günter Seifert und Regina Reichmuth stellten am Freitagabend in der Welzower Kumpelklause ihr Programm vor und diskutierten mit etwa 25 Gästen fast zwei Stunden lang. Dabei ging es vor allem um die Probleme und die Zukunftschancen der Stadt am Tagebau. Günter Seifert stellte eingangs klar: "Wir sind nicht gegen den aktuellen Tagebau und keiner von uns fordert einen sofortigen Stopp des Tagebaus". Jeder der jetzt seine Lehre bei Vattenfall macht, hat noch eine lange Zeit in einem sicheren Job. Aber auch danach sei noch viel zu tun, da die Rekultivierung der zerstörten Flächen noch Jahrzehnte dauern wird, so Seifert.

Am Freitag, den 21. Februar wird sich die neue Wählervereinigung "Grüne Zukunft Welzow" ab 18:00 Uhr in der Welzower Kumpelklause (Spremberger Str. 77, 03119 Welzow) formieren. Die Initiatoren Hannelore Wodtke und Regina Reichmuth von der Bürgerinitiative "Vermutete Bergschäden" und Günter Seifert (bisher Bürgerforum "Stadtumbau Welzow) laden alle interessierten Bürger zur Vorstellung des Programms und der Kandidaten für die Stadtverordnetenwahl am 25. Mai 2014 ein.

Auf dem siebenten Sternmarsch erneuerten heute mehrere hundert Bürger ihre Forderung, die Planungen für einen Braunkohlentagebau Jänschwalde-Nord zu stoppen. Zugleich wurde ein Forderungskatalog veröffentlicht, wie bei Bergschäden im Umfeld aktiver Tagebaue faire Bedingungen für die Betroffenen hergestellt werden müssen.

"Der Tagebau Jänschwalde-Nord wird bis heute mit einem CCS-Kraftwerk am Standort Jänschwalde begründet. Obwohl jeder weiß, dass kein Kraftwerk mit CO2-Abscheidung gebaut wird, hat die Landesregierung das Planverfahren noch immer nicht beendet. Es wird höchste Zeit, dass die Brandenburger Energiepolitik zur Vernunft kommt." sagt Silvia Borkenhagen aus Grabko.

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schierack,

ich finde es sehr bedauerlich, dass die Parteispitze ihrer Volkspartei in Brandenburg, sich auf die Seite der Monopole und Konzerne und nicht auf die Seite des Volkes, von dem sie ja gewählt wurden, begibt. Bei ihrer im Vorfeld und Ausschluss demokratischer Spielregeln im Hinterzimmer ausgeklüngelten Landesliste, wurde zu meiner Enttäuschung nur Listenplatz 33 für Frau Schulz-Höpfner vorbehalten. Warum kann es sonst passieren, dass eine volksnahe, die Interessen der Bürger vertretende Landtagsabgeordnete auf einen der letzten Listenplätze für die Landtagswahl landet? Bei mir entsteht der Eindruck, dass wer offen seine Meinung und die der Bürger vertritt, offenbar als unbequem gilt und einfach auf einen der letzten Listenplätze verbannt wird.

Grundgesetz - Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.